Bremerhavener Nachwuchspolitiker in Berlin

Welche Arbeit macht ein Bundestagsabgeordneter, wie funktioniert die Gesetzgebung und wie gewinnt man Mehrheiten im Parlament? Diese und andere Fragen beantwortet das Planspiel „Jugend und Parlament“, das der Deutsche Bundestag vom 27. bis 30. Mai in Berlin veranstaltet.

Florian P. aus Bremerhaven wird auf Einladung Uwe Beckmeyers dieses Jahr dabei sein, in die Rolle eines Bundestagsabgeordneten schlüpfen und so die Arbeit des Deutschen Bundestages hautnah kennenlernen.

315 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet, die von Mitgliedern des Bundestages nominiert wurden, werden in einem Planspiel das parlamentarische Verfahren nachstellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernehmen für vier Tage die Rollen von Abgeordneten und werden vier Gesetzesinitiativen simulieren. Zur Debatte stehen dabei Entwürfe zur Festschreibung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz, zur Einführung bundesweiter Volksabstimmungen, zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien sowie zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft.

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Die Jugendlichen im Alter von 17 bis 20 Jahren lernen dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen – in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal werden 48 Rednerinnen und Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult treten und versuchen, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Im Anschluss an die Simulation diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen, wie realitätsgetreu „Jugend und Parlament“ die parlamentarische Arbeit abbildet.

„Das Planspiel bietet jungen Menschen eine einmalige Chance, den Politikbetrieb in Berlin hautnah zu erleben und eigene Ideen einzubringen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit Sicherheit viele und aufschlussreiche Erfahrungen aus dem Programm mit nach Hause nehmen. Einen besseren Einblick, als durch das Planspiel, kann man in die Arbeit eines Abgeordneten nicht erhalten“, so Uwe Beckmeyer abschließend.