Bund gibt 6 Millionen Euro für das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven

„Das sind gute Nachrichten für den Museumsstandort Bremerhaven: Der Bund beteiligt sich mit 6,18 Millionen Euro an den Gesamtkosten für den Umbau und die Erweiterung des Deutschen Auswandererhauses“, freut sich Uwe Beckmeyer. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte in der sogenannten Bereinigungssitzung die Bundesmittel, die im Etat der Beauftragten für Kultur und Medien bereitgestellt werden, beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12,35 Millionen Euro.

„Mit den Mitteln kann das DAH nun den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem nationalen Migrationsmuseum gehen. Es ist ein wichtiges Signal, dass der Bund hier seine Förderung zugesichert hat. Ich danke der Staatsministerin daher für ihre Unterstützung“, so Beckmeyer weiter. Mit dem Geld soll die Dauerausstellung des Museums wesentlich erneuert und erweitert und ein Anbau für das neue Forum Migration errichtet werden. Im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen in den großen Einwandererhäfen nationale Migrationsmuseen stehen, wie zum Beispiel in New York „Ellis Island”, gäbe es in Deutschland noch kein nationales Migrationsmuseum.

„Bremerhaven war der größte kontinentaleuropäische Auswandererhafen: Über 7,2 Millionen Europäer sind von hier nach Übersee aufgebrochen. Das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven ist einzigartig und dokumentiert auf sehr anschauliche Weise sowohl 300 Jahre Überseeauswanderung als auch Einwanderungsgeschichte. Hier wird Geschichte im wahrsten Sinne erlebbar“, so Beckmeyer. „Mit dem neuen Museumsformat sollen neben den klassischen Museumsaufgaben – Sammeln, Bewahren, Forschen und Präsentieren – verstärkt Methodenkompetenzen zum Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft vermittelt werden. Damit ist das DAH identitätsstiftend und wirkt ausgrenzenden, fremdenfeindlichen und rassistischen Bewegungen entgegen“, so Beckmeyer abschließend.